Kategorie: Schottland 2018

Thank you again, Scotland!

Wir schlafen ausgiebigst aus, hier auf unserem „Parkplatz“, nutzen das feudale Sanitärhäusi selbstverständlich in voller Länge aus und räumen unseren letzten Übernachtungsplatz für diesen Urlaub. Schade, das wars schon wieder gewesen. Unglaublich, wie dann doch die Zeit rast.

Von hier bis Newcastle sind es jetzt nur noch 2 Stunden Fahrzeit, die wir schenll abspulen können. In Newcastle selbst suchen wir uns noch einen Tesco raus, ich wollte mir noch ein paar Sachen kaufen, die es daheim so nicht zu kaufen gibt. Einen Superstore finde ich auf der Map, das Navi leitet uns wunderbar immer tiefer in die große Stadt hinein und irgendwann mein die nette Stimme: „Sie haben ihr Ziel erreicht! Es befindet sich links!“ Bitte was? Continue reading „Thank you again, Scotland!“

Die Engländer mögen keine Zelte

Wir verlassen ein letztes Mal einen Campingplatz auf schottischem Boden. Schon heute abend werden wir in England sein, wir müssen uns runter nach Newcastle arbeiten. Von da, wo wir jetzt grad noch sind – in Dundee – sind es ungefähr 5 Stunden Autofahrt bis an die Fähre. Mein früherer Plan war eigentlich, noch eine Nacht mehr hier zu verbringen und erst am Ablegetag die Strecke durchzubrettern. JAN hat da aber ein berechtigtes Veto eingelegt und möchte lieber heute noch ein Stück davon abknabbern und die Nacht auf halber Strecke verbringen. Gutgut! Bin dabei. Continue reading „Die Engländer mögen keine Zelte“

Nebel stinkt!

Wir freuen uns, dass es weiterhin nicht regnet, auch wenn das Wetter ansonsten einfach nur grau ist. Aber trocken ist auch schonmal – ein großer Vorteil. Wir packen mal wieder alles zusammen, nutzen das tolle Sanitärgebäude für eine ausgiebige Dusche und machen uns auf die Socken in die Innenstadt von Aberdeen. Ich habe zur Besichtigung kaum etwas vorbereitet, wir wollen ‚eh die Zeit größtenteil nutzen, um ein wenig zu shoppen und uns treiben zu lassen. Ein bezahlbares Parkhaus ist schnell gefunden. Der Schaukelbenz wird abgestellt und wir machen uns zu Fuß auf, die City unsicher zu machen. Das Parkhaus gehört zu einer Mall, in der (fast) alles geschlossen ist. Logisch, ist ja auch Sonntag. Wir finden einen Costa-Shop, der köstlichen Kaffee anbietet und nutzen das freie WLAN, um live nach Schweden zum Viertelfinallauf zu schauen. Jaaaaa, beide Fahrer gewinnen ihre Läufe und sind somit im Halbfinale! Da schmeckt der Kaffee gleich nochmal so gut. Continue reading „Nebel stinkt!“

Wo ist die Sonne hin?

Die letzten drei Tage unseres Urlaubs schreibe ich aus meinem Gedankenprotokoll. Die gemachten Bilder dieser Tage helfen mir da gottseidank dabei.

 

Wir haben eine ziemlich stürmische Nacht hinter uns an diesem tollen Küstenfleckchen. Und es zieht uns weiter, Aberdeen ist unsere nächste Etappe. Unsere neugewonnenen Bekannten versuchen uns zu überreden, doch noch ein Weilchen zu bleiben. Aber das würde alles durcheinander bringen., denn urlaubstagetechnisch befinden wir uns auf der Zielgeraden. In 3 Tagen werden wir die letzte Etappe anstreben – die Fährfahrt von Newcastle nach Amsterdam. Aber genau – in DREI Tagen erst!

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Am Wasser ist es eben am Schönsten

Wir beginnen unseren Tag einsam auf diesem großen Platz, wie immer mit einer frisch gebrühten Tasse Kaffee. Die Anschaffung einer French Press bereuen wir nicht eine Sekunde. Löslicher Kaffee war defintiv keine Option mehr. Gru-Se-Lig!

Die Möwen haben unseren Müllsack heute nacht verschont, wir entern das Steinzeit-Sanitärgebäude und rüsten uns danach erneut zur Besichtigung einer Distillery. Diesmal ist unser Ziel wieder eine aus unserem FoCM: Dalwhinnie. Wir verlassen den „urigen“ Campingplatz, biegen auf die Autobahn ab und – es REGNET. Unfassbar, es regnet. Das erste mal in diesem Urlaub, dass es so richtig nass von oben herab kommt. Sofort fällt das Wetter aufs Gemüt, zum Glück haben wir ja jetzt eine Indoor-Unternehmung vor uns. Continue reading „Am Wasser ist es eben am Schönsten“

007

Wir erwachen mal wieder mit Sonnenschein im Zelt, krabbeln aus unserem rollenden Hotel und starten langsam in den Tag. Um uns herum wird hektisch geräumt, gepackt und ausgeparkt. Die Herrschaften haben es wohl alle eilig. Wir stehen etwas ungläubig daneben. Aber egal, jeder nach seiner Fasson. Wir stecken erstmal alle Energie in eine schöne frisch gebrühte Tasse Kaffee. Yes.

Auf unserem Stundenplan für heute steht irgendwie nicht wirklich viel – nur ein einziges Zwischenziel haben wir für heute. Wir fahren durch das wunderschöne Glencoe ins Glen Etive und suchen den Platz aus, an dem vor mehreren Jahren James Bond himself stand und theatralisch in die Weite schaute, sein imaginäres Elternhaus vor Augen. Geweihter Boden, klar, da müssen wir hin. Geweiht vom Herrn Craig, der beste 007 überhaupt, unserer Meinung nach. Continue reading „007“

Wie im Autokino

Nachdem die letzten Tag allesamt sehr ereignis- und dadurch auch sehr text- und bildreich waren, wird es heute mal ein wenig kürzer.

Wir wachen morgens, wie soll es auch anders sein, mit Sonne im Zelt auf. Jetzt bin ich aber echt einen Kaffee lang echt stinkesauer. Das Wetter ist doch ein Arschloch, oder? Gestern … GESTERN wollte ich Sonne, Licht und all das Frühlingszeugs. Was gabs? Grauer Himmel und Nebel.

Aber genug geschimpft. Heute steht ausnahmsweise mal Sightseeing an. Als wir aus dem Campingplatz rausfahren wollen, sichtet JAN linkerhand einen Turm. Turm mit Schießscharten? Na da muss er doch hin, klar oder? Er kämpft sich durch mannshohes Gras, wo ein Wille ist, ist auch eine Machete. Ich bleibe am Auto und lass ihn alleine in den Krieg ziehen. Diese Bilder hat er mir von drinnen mitgebracht: Continue reading „Wie im Autokino“

Wie kann man nur so niedlich sein?

Das erste was ich an diesem Morgen sage ist: „Kann mal bitte jemand das Schaf ausmachen?“ Da rennt tatsächlich, morgens 5:04 Uhr, ein Lämmchen schreiend über den Campingplatz, auf der Suche nach Mamaschaf. Na wunderbar. An Schlaf nicht mehr zu denken. Wir beide schälen uns aus dem Dachzelt und nutzen den unfreiwilligen Wecker, um das Toilettenhäusi aufzusuchen.

Als wir beide wieder retour laufen, sehen wir, wie sich Babyschaf und Mamaschaf gegenüberstehen und herzerweichend anblöken. Problem: Die beiden sind durch einen Zaun getrennt. Ohwehh. Einer von beiden muss wohl irgendwann mal falsch abgebogen sein. Unser Helferinstinkt ist geweckt. JAN schaut, ob die Tür, vor der beide Schafe stehen, sich öffnen lässt. Leider reißen beide Statisten dabei vor lauter Angst vor ihm aus. Na bravo. Nun ist zwar das Gatter auf aber die Schafe stehen bibbernd irgendwo anders rum. Aber mit ein wenig Geduld kommt man oftmals weiter. Wir treiben ganz vorsichtig das Lämmchen in die richtige Richtung und endlich läuft es, zwar etwas panisch, vor uns weg, aber geradewegs durchs Gattertor, und auf Mami zu. Lämmchen gerettet, Mamaschaf glücklich, wir zufrieden, der Zeltplatz kann weiter schlafen. Continue reading „Wie kann man nur so niedlich sein?“

„Put a penny in the lifeboat!“

Die gute Nachricht: die Midges haben uns nicht aufgefressen. Wir werden am Morgen von der Sonne im Zelt geweckt, genießen erneut die megageile Aussicht und starten mit einem Kaffee in den Tag. Dass dieser heute noch so richtig RICHTIG spannend wird, hat zu dem Zeitpunkt keiner geahnt.

Unsere erste Mission, nachdem wir den lustigen Spenden-Holz-Fisch vorm Klohäuschen mit drei Pfund gefüttert haben, ist: TANKEN. Wir zittern uns mit den verbliebenen 14 Litern nach Tobermory, schaffen es sogar noch, bevor die Reserveanzeige anspringt und tanken den Silberstern voll, schmieren mal die Heckklappe, die seit neuestem extremst quietscht (peinlich!), checken den Reifendruck und gönnen dem Schaukelbenz eine schnelle Katzenwäsche. Continue reading „„Put a penny in the lifeboat!““

Von der Insel auf die Insel

Als ich in der Vorbereitung auf diesen Urlaub unsere Fähren buchte, habe ich mich maßlos geärgert, dass ich für die Abreise nur noch die 12:45 Uhr-Fähre bekommen habe und nicht, wie gewünscht, die um 7:00 Uhr. Die war komplett ausgebucht. Schade.

So dachte ich. Aber ehrlich?! Am End waren wir froh, nicht schon um halb 5 Uhr raus zu müssen um pünktlich am Hafen zu sein. So hatten wir noch genügend Zeit, uns von der Insel zu verabschieden. Unsere letzten zwei Besuche sollten Ardbeg und Lagavulin gelten. Zu Ardbeg möchte ich noch einmal, um dort die Ardbag (eine Tasche) zu kaufen, die ich am ersten Tag unseres Besuches dort gesehen habe. Continue reading „Von der Insel auf die Insel“