2019 | Karibische Inseln – mit der MS2

Unser letzter Tag in der Karibik

Wir starten in den letzten vollen Tag unserer Karibikreise natürlich mit einem tollen Sonnenaufgang und einem einem Kaffee. Und wenn unser Hotel schon so perfekt an einem Traumstrand liegt, müssen wir den natürlich auch mal besuchen. Um diese Zeit morgens ist das hier alles noch menschenleer und wir genießen die Sonne, Wärme und das Meer.


Ausgerüstet für einen ausgedehnten Stadtbummel ziehen wir los, ungefähr einen Kilometer bis zur Bushaltestelle. Und natürlich, wie immer hier in der Karibik, ist das alles nicht so wie es sollte. Ein Schild? Fehlanzeige? Also einfach nur wieder an den Straßenrand stellen und den Fahrzeugen, die busähnlich wirken zuwinken. Ich frag mich echt, wie die Leute hier planen. Pünktlich kommt doch keiner an, der sich auf diese Art von Transport verlässt … :)) Einen Bus bekommen wir, auf Frage fährt er auch in die Hauptstadt rein, aber sicherheitshalber verfolgen wir Strecke am Telefon! Wir haben Glück und er lässt uns am Constitution River raus und wir schlendern eine Weile durch die engen Gassen und Straßen, bevor wir an der “Cathedral Church of Saint Michael and All Angels” einen Stop einlegen und die Kirche besichtigen.


Direkt neben dem berühmten Parlament von Bridgetown aus dem 16. Jahrhundert steht eine kleine Bar, welche auf den ersten Blick genauso alt erscheint. Von außen nicht wirklich einladend trauen wir uns trotzdem rein und sind froh im Nachinein. Wir lernen den urigen Besitzer kennen, der uns bereitwillig sofort ganz viel über die Geschichte seiner Bar erzählt. Extra für uns holt er noch eine alte Fotografie des Platzes hervor. Treffenderweise heißt sie auch “The Old City Bar”. Wirklich passend! Selbstverständlich trinken wir bei ihm ein kaltes Banks, bevor wir uns aufmachen, etwas zu essen zu finden. Immerhin ist es mittlerweile Mittag, unsere Mägen hängen etwas durch.


Gesehen haben wir diese Läden schon sehr oft in letzter Zeit – heute wirds Zeit, dass barbadische McDonalds auszuprobieren. Das heißt hier “Chefette”, hat ein witzges Logo mit einem grinsendem Koch, alles ist in den Farben knalliges Gelb und schreiendes Lila gehalten. Asonsten ist es wie ein ganz normales Schnellrestaurant. Bestellen, bezahlen, auf die Bestellung warten, aufgerufen werden. Die Beute wird einem in der typischen Papiertüte übergeben, man sitzt auf Plastikstühlen – fertig. Also – nichts, was man nicht kennt, allerdings wirklich extreeeemst bunt alles! Nebendran ist KFC aber das kennen wir ja schon von daheim und sind froh, das andere hier probiert zu haben.


Und nach dem Essen? Richtig! Etwas zu trinken. Schon in den Tagen vor der Kreuzfahrt haben wir versucht, bei “Mount Gay” eine Führung zu bekommen. Leider hatten die aber zu. Und jetzt? Ja, diesmal können wir rein! Den Weg dahin machen wir zu Fuß. Also, irgendwie sah das gar nicht so weit aus auf der Karte, allerdings – mittags – karibische Sonne – Dorscht, puhh. Das hat sich gezogen!


Führungen solcher Art kennen wir schon von unseren unzähligen Whisky-Besuchen in Schottland. Wir kaufen uns zwei Tickets, schleichen ein wenig durch den Shop und ne halbe Stunde später gehts auch schon los. Wie immer zuerst Geschichte & Historie, begleitet mit einem Glas Rumpunsch. Hui. Der Rum aus dieser Brennerei gilt als der älteste der Welt, schon seit 1703 wird dieser hergestellt und verdankt seinem Namen einem “Berg” im Norden von Barbados. Wir dürfen Zuckermelasse probieren (würgs, das schmeckt irgendwie garnicht gut und sieht aus wie Teer) und werden durch die einzelnen Bereiche der Produktion geführt. Am Ende gibts natürlich ne ordentliche Verkostung und wir bekommen noch zwei Gutscheine, die wir an der hauseigenen Bar einlösen dürfen … Machen wir! Fein wars – und auch hier wieder: Sorry, dass wir den Rum bisher so verkannt haben. Lecker der Kram! Kleine Empfehlung: Mount Gay XO mit Cranberry Juice, Limette und Eiswürfeln! Unglaublich süffig und erfrischend.


Wir fallen aus der Brennerei raus und machen uns auf den Heimweg in Richtung Hotel. Diesmal lehne ich aber kategorisch ab, den Weg zu Fuß zu nehmen. Ein Bus muss her. Oder ein Taxi. Oder ein Irgendwas – hauptsache 4 Räder und wir werden heim gefahren. Also, Handy raus, Haltestelle gesucht, nix gefunden, Fußgänger angequatscht, der uns ans Ende der Straße zeigt. Wiedermal -> absolute Fehlanzeige eines Schilds oder ähnlichem. Wir warten … und warten …


Und tatsächlich – weiß der Geier, wie das hier funktioniert, ich würde durchdrehen – kommt da ein Van. Wir steigen ein, ziehen die Tür zu und … prusten beide los! nee, oder?


Zurück im Hotel werden wir schon vom Personal empfangen, dass wir unbedingt heute abend zur großen Poolparty kommen sollen. Es wird auch schon fleißig aufgebaut. Wir gehen noch ne Runde schwimmen und als die Sonne sich anschickt, glutrot ins Meer zu versinken, schnappen wir uns zwei Liegestühle auf der terrasse und schauen ihr dabei ganz wehmütig zu. Hach, und sie verabschiedet sich wirklich standesgemäß mit einem Traumuntergang. Logisch, dass wir das nochmal festhalten. Völlig glücklich und total erholt nehmen wir Abschied!



Die Poolparty ist tatsächlich nochmal ein klitzekleines Highlight. Hallo? Es gibt Rumpunsch und Schnittchen für umme. Wir bedanken uns bei der Hotelchefin, dass sie “uns zu Ehren” eine Abschiedsparty gibt. Sie lacht und verabschiedet uns mit herzlichen Worten und wir mögen doch wieder kommen, wenn es nochmal passt. Wir haben uns hier wirklich sehr wohl gefühlt am Dover Beach.


Einen Absacker auf unserem Balkon und ab ins Bettchen. Morgen gehts heim!

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