Kategorie: Schottland 2016

Thank you, Scotland!

… wir sehen uns wieder! Auf jeden Fall. Ganz schnell! Unbedingt.

Wir waren schon quer über den Planeten aber nirgends fand ich es so schön wie in Schottland! Vielleicht liegts einfach daran, dass dieses Land alles vereint, was wir lieben. Ohne vorher dort gewesen zu sein. Wir mögen Pubs, Bier, Natur, grüne Hügel, Seen, Geschichte, Burgen, Schlösser, Ruinen, Dudelsackmusik, Abenteuer, Freiheit und natürlich Whisky! All das findet man in diesem wunderschönen Land.

Wir werden auf jeden Fall wieder kommen. Wir schmieden im Moment Pläne, dass wir zur nächsten Edinburgh Tattoo wieder dort sind. Die ist, völlig unabhängig von einer neuen Rundreise, ab jetzt für uns Pflichtprogramm. Außerdem haben wir an so vielen Plätzen, die wir nur „gestreift“ haben, gesagt, dass wir uns diese beim nächsten Mal anschauen werden. Wir wollen unbedingt in die Highlands, wollen den nördlichen Zipfel Schottlands sehen, die Inseln Harris, Mull, Arran, ach alle Hebriden besuchen. Skye ist beim nächsten Mal wieder ein Muss, auch wenn wir schon dort waren. Und schlussendlich die Ostküste, die wir ja zugunsten der zweiten Wetter-Chance für  Skye gecancelt hatten.

Es gibt dort noch so viel zu sehen. Und wir sind nicht wehmütig bei dem Gedanken, eventuell dadurch etwas vermeintlich Besseres auf der Welt zu verpassen. Schottland ist Wohlfühlen, Schottland ist Fallenlassen. Schottland ist tatsächlich Urlaub!

thank you, scotland! thank you!

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Fünf vor zwölf!

Auch wenn wir doch gefühlt grad erst in den Urlaub gefahren sind, sind doch tatsächlich schon wieder über zwei Wochen rum. Wahnsinn, wie schnell die Tage vergangen sind. Das könnte daran liegen, dass wir so viele schöne Sachen erlebt haben. Da vergeht die Zeit eben wie im Fluge. Es fällt schwer, sich aufzurappeln, ein letztes Mal in Schottland unser rollendes Schlafzimmer zuzuklappen und alles einzupacken. Wir füttern das Navi mit dem Ort Kesswick im Lake District National Park in England und verlassen unseren Campingplatz. Auf der Fahrt Richtung Süden schauen wir immer wieder wehmütig auf die Berge und die grünen Täler. Wir durchfahren das Glencoe und können verstehen, warum auf jedem Parkplatz nicht nur unzählige Autos, sondern sogar ganze Reisebusse Rast machen, um die extrem geile Aussicht zu fotografieren. Aber wir fahren weiter, denn es stehen ca. 300 km auf unserem Kilometer-Stunden-Plan für heute.

Als ich unterwegs noch einmal die Gesamtstrecke bis nach Dover checke, stelle ich fest, dass unser Ziel für heute eigentlich ungünstig liegt und wir vielleicht etwas weiter fahren sollten, um morgen nicht ein Mörderstück zu haben. Wir küren Liverpool zum neuen Ziel. Wir waren zwar noch nicht dort, kennen es nur vom Namen her, aber es liegt an der Küste, das muss schön sein. Als ich erneut über die Karte klicke fällt mir Manchester ins Auge, direkt neben Liverpool. *grübelgrübel War da nicht was?! Natüüüüürlich. In Manchester ist das zweite Hard Rock Café Englands nach London. Klarer Fall, dass wir Liverpool wieder von der Liste streichen und Manchester City ansteuern. Continue reading „Fünf vor zwölf!“

Don’t miss Isle of Skye!

Huch, wieso ists denn so hell im Dachzelt? Da scheint uns doch tatsächlich die Sonne aufs Dach? Also ratzfatz raus, Kaffee gekocht und die Wärme genießen. Um uns herum herrscht lebhaftes Treiben. Alle sehen zu, dass sie ihr Gerödel verstauen und sich auf den Weg machen. So tun wir das auch!

Unser gestriger Platz liegt quasi ganz nah an der einzigen Destillerie auf Skye, die wir selbstverständlich besuchen. Talisker! Wir sind beide Mitglieder im Club „Friends of Single Malt“, so dass diese Führung für uns kostenlos ist. Kenny heißt diesmal unser Guide und er spricht das fürchterlichste Englisch, was mir in den ganzen Tagen auf britischem Boden untergekommen ist. Ist verstehe nahezu garnichts. Zum Glück weiß ich ja, über was er spricht, sonst wäre diese Tour ein Reinfall gewesen, Fotos sind auch verboten. Aber das Wässerchen, was wir am End verkosten dürfen, entschädigt uns. Wir probieren einen Talisker Storm. Fein! Wir googeln den Preis, um dann festzustellen, dass es die Flasche für 10€ weniger in Germany zu bestellen gibt. Manchmal verstehen wir das nicht, warum es vor Ort, ohne einen Kilometer gefahren zu sein, so viel teurer ist. Nicht immer und bei jeder Brennerei. Nunja, müssen wir auch nicht verstehen. Continue reading „Don’t miss Isle of Skye!“

Sonnenbrillenwetter!

Skye!
Wir wachen auf und bewundern erneut die tolle Aussicht über den Fluss und das gegenüberliegende Ufer. Zauberhaft.

Auf dem Weg gestern Abend hierher haben wir unweit eine kleine Steinformation auf einem Hügel gesehen. Das soll unser erstes Ziel für heute werden – da wandern wir mal „nuff“. Wir finden unten am Fuße eine kleine Hinweistafel, dass wir zuerst die zerfallene St. Mary’s Church mit ihrem Friedhof passieren werden, bevor es zum Duirinish Standing Stone hinaufgeht Auf dem Friedhof findet man die Gräber von fünf McLeods-Clanhäuptlingen. Wir sind früh dran und die ersten, die den Hügel heute besteigen. Zu Beginn begleiten uns noch richtig dicke Wolken, die sich aber hoffentlich bald verziehen werden. Continue reading „Sonnenbrillenwetter!“

Wir haben es getan!

Wir haben es tatsächlich getan. Wir fahren zurück auf die Insel Skye.

Wir sind uns sicher, wenn wir das nicht tun würden, würden wir uns für lange Zeit ärgern. Es ist gutes Wetter vorhergesagt … also, was haben wir zu verlieren?! Wir sitzen erneut im Auto. Ziel: die Isle of Skye. Reine Fahrzeit von der Speyside bis auf die Insel sinds ca. drei Stunden. Wir lassen uns Zeit, immerhin sind wir ja im Urlaub. Das Wetter ist very cloudy but no rain.

Unterwegs sehen wir links auf einem Feld oder Moor einen Steg. Des müssmer uns angugge! Blinker links und raus! Es entpuppt sich wahrhaftig als Steg übers Moor. Wir laufen und laufen und laufen. Und noch immer kein Ende in Sicht. Im Hintergrund sind schon die hohen Berge von Skye zu sehen. Daaaaa wollen wir hin! Genau dahin. Also kehrt und wieder ab ins Auto.

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Zurück auf Anfang!

Die Sonne weckt uns und wir starten mit vollem Elan in den Tag. Juhuuu. Schönes Wetter.

Wir nehmen uns für heute nicht allzu viel vor, der Tag wird sich schon verbringen. Direkt an der Ausfahrt von unserem Campingplatz steht diese wundervolle Brücke hier. Ich nenn sie mal Dornröschenbrücke. Also, wenn der Prinz hier nicht drüber reitet, wo dann? Sireht die nicht total romantisch aus? Dass wir beim Fotografieren verbotenes Gelände befahren haben, merkten wir erst, als wir ziemlich barsch von einem neben uns haltendem Schotten darauf hingewiesen wurden. Uiuiui… „Go back and read the sign or i will lock you in!“

Okay, mit geknickten Ohren verlassen wir ganz schnell den Anglerweg und fahren weiter Richtung Strand. Vielleicht ist uns heute die Sonne treu?

Unterwegs sehen wir ein Schild: Strathisla Distillery. Das klingt gut, da fahrmer hin. Gesagt getan. Als wir ankommen empfängt uns erneut ein extrem schön gestalteter Innenhof, und auch im Shop bekommen wir einiges zu sehen. Toll! Auf einem kleinen Schild lese ich, dass wir hier in der ältesten noch produzierenden Destillerie gelandet sind. Klar, dass wir uns für eine Tour anmelden. Eine halbe Stunde später gehts los und tatsächlich ist diesmal ein Mann unser Guide. Das erste mal, nach so vielen Mädels, die ihren Job aber ausnahmslos gut gemacht haben. Ross erzählt uns auch wieder alles über den Prozess, aber zum ersten Mal, ich bin ehrlich, verstehe ich diesen bis ins letzte Detail. Danke Ross! Leider ist bei Strathisla das Fotografieren in den Produktionsstätten verboten, denn diese waren besonders schön. In einer sehr gehaltvollen Verkostung endet unser Besuch hier. Continue reading „Zurück auf Anfang!“

Vom Fass zum Whisky und zurück

Die Speyside ist berühmt für ihre leichten & sonnigen Whisky und hier ist die höchste Dichte an Destillerien weltweit. Logisch, dass wir hier noch mal losziehen und den einen oder anderen zu verkosten. Das funktioniert hier in Schottland auch wirklich sehr einfach. Man fährt hin, sucht das Visitor-Center bzw. den Shop und bittet um ein Tasting. In 99% der Fälle ist das kostenlos, zumindest, wenn man es nicht übertreibt und sich durch die komplette Range saufen will. Die freuen sich über jeden, der echtes Interesse zeigt. Mag sein, dass man nach vielen Besuchen in diversen Brennereien abstumpft, aber für uns ist jede noch toll und interessant. Continue reading „Vom Fass zum Whisky und zurück“

Regen, Regen und eine Vierzig!

Wie soll ich die letzten drei Tage in passende Worte fassen?
Es gibt eigentlich nur ein Wort: REGEN!

Es gibt ja unterschiedliche Arten von Regen. Es gibt leichten Regen, Nieselregen, geraden Regen, schrägen Regen, Gewitterregen, Sommerregen, warmen Regen, Eisregen und es gibt schottischen Regen! Schottischer Regen ist fies. Durchdringender, pieseliger feiner Regen, der innerhalb kürzester Zeit alles durchnässt. Fies deshalb, weil er einem den Urlaub verregnet. Selbstverständlich wussten wir, als wir losfuhren, dass es nass wird hier. Aber drei Tage Dauerregen gehen aufs Gemüt. Kurzum, wir sind in den Osten geflüchtet. Aber von vorn. Continue reading „Regen, Regen und eine Vierzig!“

Morgens zehn Uhr Whiskyprobe?

Wieder eine schlimme Nacht für mich! Also, das Dachzelt ist nie schuld, das war eine unserer besten Entscheidungen. Es sind eher die Umstände rundherum, die dazu führen, dass ich, seit wir unterwegs sind, noch nicht EINE Nacht durchgeschlafen habe. Sei es der hartnäckige Husten meines Gatten, seine kleinen Schnarchattacken, gruslige männliche Gestalten und nun auch noch ein Orkan Stärke drölf.

Der Tag kann ja nur noch besser werden. Und vorweg: er war es auch! Wir haben heute einen kleinen Zeitplan aufgestellt um die vielen Führungen unter einen Hut zu kriegen. Anfangen wollen wir bei Bruichladdich, dann soll Caol Ila folgen und abschließend zu Lagavulin, mit dem ja bekanntlich „alles anfing“. Continue reading „Morgens zehn Uhr Whiskyprobe?“

Barley, peat and water

Nach einer sehr unruhigen Nacht klingelt 5 Uhr unser Wecker im Dachzelt. Ich habe nicht wirklich gut geschlafen. Zum einen durch die merkwürdigen Gestalten nachts und zum anderen, weil JAN seit ca. einer Woche erkältet ist und mir dauerhaft ins Ohr hustet und schnieft, während er selbst wiederum seelenruhig schläft …. :))
*einwenigmitleidbitte*

Die erwartet kleine Fähre entpuppt sich dann doch als recht großes Schiff mit einem schönen Aufenthaltsbereich. Nach zwei Stunden sind wir drüben. Drüben auf Islay, dem heimlichen Hauptziel dieser Schottland-Rundreise. Hier auf Islay (gesprochen: Eila) werden die Lieblingswhiskys von JAN destilliert. Von hier kommen die extrem rauchigen Edelwasser, die er so sehr mag. Selbstverständlich reizt Islay auch mit viel Landschaft, aber das ist vorerst zweitrangig. Wir werden die nächsten zwei Tage nutzen, um ein paar  Destillerien zu besuchen und ganz viel über Whisky zu lernen.

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