Kategorie: Kanaren mit Madeira 2016

Kreuzfahrtvirus? *positiv!

Nach einer letzten Nacht, in der ich schlecht geschlafen habe (womöglich habe ich unterbewusst das Anlegemanöver halb fünf in der Früh mitbekommen) schälen wir uns aus den Kojen, um dann festzustellen, dass wir uns diesmal ein wenig sputen müssen. Die Kabine muss neun Uhr mit Stumpf und Stil geräumt sein! Dass schließt gepackte Koffer mit ein?! Uiuiui. Duschen, anziehen, Zähne waschen und PACKEN alles in einer Stunde! Wir habens geschafft … 🙂 und schieben pünktlich unsere Trolleys ins Theater, wo man die Möglichkeit hat, bis zum endgültigen Verlassen des Schiffs, sein Gepäck unterzustellen. Wir entern zum letzten Mal den Frühstücksbereich (nargs, leider keine Fotos gemacht) und futtern uns satt, denn es steht uns ja ein Condor-Flug bevor. Der übrigens erst 14:40 geht und bis dahin wollen wir noch so viel Zeit wie nur möglich an Bord verbringen. Hier treffen wir noch ein-zwei bekannte Gesichter, man schwatzt noch mal über die vergangene Woche, trinkt zusammen noch ein kleines Schöppchen und wir verabschieden uns!

Machs gut, Atlantik-Restaurant. Machs gut, Poolbar. Machs gut, Kabine 10003. Machs gut, Aldin. Machs gut, Johanna. Machs gut, du ewig gutgelaunte herzerwärmende leider für uns namenlose blonde Chefin am Empfang. Machs gut, Jasan an der Bar. Machts gut, Zandro & Chris.

Machs gut, MeinSchiff2.

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Fröhe Weihnachten!

Schon seit Buchung dieser Reise wussten wir, dass wir den diesjährigen Heiligabend anders als gewohnt verbringen. Nämlich an Bord eines Kreuzfahrtschiffs mit vielen anderen Menschen, die uns bis dahin total fremd sind. Es ist für uns eine völlig neue Erfahrung. Insgeheim hofften wir trotzdem, dass sich ein wenig Weihnachtsfeeling einstellt. Trotz Sonne, trotz Wärme, trotz Schiff. Hmm, was soll ich sagen. Es war nicht wirklich so. Natürlich stand ein riesengroßer Weihnachtsbaum mitten in unserem Lieblingsrestaurant und auch diverse kleinere kugelbehängte Kandidaten fanden wir verstreut auf dem Schiff. Viele große Lebkuchenhäuser und kilometerlange Girlanden schmückten die Treppenhäuser. Aber eben dieses ganz typische heiligabendliche Gefühl wollte sich nicht einstellen. Es lief auch so gut wie keine Weihnachtsmusik. Das hat mich ehrlich gesagt etwas irritiert. Aber gut. Es ist halt ein zweischneidiges Schwert. TUI muss mit ihren Weihnachtsreisen zweierlei Gäste glücklich machen. Jene, die die Feiertage ganz besonders begehen wollen und sich mit der kompletten 3-Generationen-Familie zur Weihnachtsfeier auf dem Schiff befinden und andererseits aber eben auch jene, die all dem entfliehen wollen. Übrigens: am weihnachtlichsten war es gestern im Hard Rock Café. Da liefen auf den unendlich vielen Monitoren Weihnachtsvideos und die Kellner trugen allesamt Weihnachtsmützen.

Gestern abend waren wir dann auch endlich mal bei einer der täglich wechselnden Abendshows im Theater. Ein wenig Gesang, ein wenig Akrobatik und am Ende – das war megaschön – kam einige der auf dem Schiff arbeitenden Seelen auf die Bühne. Sie alle zusammen sangen die Schiffshymne „Große Freiheit“. Das war wirklich wunderschön und hat ein bissi Gänsehaut auf den Armen und Pipi in die Augen gemacht, auch wenn ich das Lied im Original (von „Unheilig“) gar nicht mag. Jaja, AIKA war ein wenig ge- und berührt.

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Echt jetzt? Kein Auto?

Du hast die Haare schön, du hast die Haare schön.

Jaja. Zur Feier des Bergfestes unserer Kreuzfahrt gönn ich mir einen Friseurbesuch an Bord. Genau 18 Uhr, genau zum Auslaufen, genau zur Schiffshymne sitz ich oben vor dem großen beleuchteten Spiegel, in der Hand einen Cocktail während unser schwimmendes Hotel unter viel Lärm ablegt. JAN verfolgt dieses Spektakel ein Deck tiefer an der UnverzichtBar mit einem Bier und interessanten Gesprächen seiner Barnachbarn. Kurze Zeit später sammelt die frisch gefönte AIKA unterwegs zu Deck 11 ihren Gatten ein, der sich sichtlich zu freuen scheint, ein ihm bekanntes Gesucht zu sehen. Armer JAN. War es denn so schlimm? Nunja, ich kann ihn verstehen. Nach nur ein paar Tagen an Bord kristallisiert sich ein bestimmtes Grüppchen an Leuten heraus, die die genannte Bar bevorzugt besuchen. Also, naja, hmmm, also is nicht so unser Ding, dieser Schlag Mensch. Garnich so. :))

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Der riecht doch nach Benzin, oder?

La Palma oder wie sie eigentlich richtig heißt „La Isla de San Miguel de la Palma“ ist die nordwestlichste und eine der kleineren kanarischen Inseln. Sie empfängt uns in der Früh mit dunklen Gewitter- bzw. Regenwolken, die über den großen Berg am Hafen herübergekrochen kommen. Es wirkt sehr mystisch und irgendwie ein wenig bedrohlich, wie sich die dunklen Massen herüber wälzen.

Egal wir genießen erstmal ein schönes Frühstück, futtern uns richtig satt und machen uns fertig für einen schönen Tag an Land. Das Wetter kann ja nur noch besser werden. Wir schieben uns mit all den anderen Ausflüglern aus dem Bauch des Schiffes und entern den Hafen. Um dann hier festzustellen, dass hier doch tatsächlich KEINE Tourangebote in Form von „make a nice tour with you“ zu finden ist. Da wollen wir EINMAL auf ein solches Angebot eingehen und dann? Nichts zu finden. Wir finden eine Touristeninformation und auch diese nette Dame da hinterm Tresen verweist uns nur auf die Taxis, die draußen rumstehen. Der gute Herr hält uns ein großes Schild unter die Nase. 30 Euro pro Stunde für private Tour. Bitte was??? DREISSIG Euro? Alter Schwede. Auch wenn man ganz exklusiv von A nach B gebracht wird, aber das ist uns dann eindeutig zu teuer.

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How to make a good sushi?

Der Weihnachtsmarkt in Funchal war dann doch nicht das, was wir uns erhofft hatten auch wenn wir interessanterweise in die Aufnahmen eines lokalen Fernsehsenders geplatzt sind. Wir probierten noch das Nationalgetränk der Madeirer – Poncha. Das ist eine Mischung aus Limette, Maracuja, Honig und Rum. Ich sag nur brrrr – das ist nicht so lecker, wie es klingt. Dafür schmeckt der Ginja richtig gut. Das wiederum ist nämlich ein Kirschlikörchen serviert im Schokobecher. Schmeckt original wie Mon Cherie!  Danach ging es recht schnell zurück an Bord. Leider waren wir zu spät, um noch ein wenig Zeit auf der Party am Pool zu genießen. Wir betraten das Deck und im gleichen Atemzug verklang der letzte Ton vom letzten Lied. Menno. Schade. Der DJ packte ein und wir auch und verkrochen uns lieber in die Koje.

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Kreuzfahren fetzt!

Dass eine Kreuzfahrt kein Zuckerschlecken ist, wissen wir seit exakt gestern. Nachdem das Schiff gegen 11 Uhr abends im Hafen von Gran Canaria ablegte, waren JAN und ich damit beschäftigt, unseren Mägen irgendwie mitzuteilen, dass das überhaupt nicht schlimm ist und sie sich doch bitte nicht so aufregen sollen. Ab dem Zeitpunkt, an dem wir die Hafenmauer passierten, schwankte der Kahn ziemlich wild. Naja, zumindest empfanden wir das so. Alle anderen MeinSchiffler schauten total unbeeindruckt drein, sind echt nur wir seekrank??? Wir hofften, dass das nur so am Anfang ist und sich gleich – ganz bestimmt – wieder legt. Pustekuchen, nix. Das ist das ganz normale Hin & Her und Hoch & Runter eines Kreuzfahrtschiffs. Nunja, wir versuchten es mit verschiedenen Methoden. Essen. Trinken. Meditieren. Ich stellte fest, wenn man sich nicht so drauf konzentriert, vergeht das flaue Gefühl ein wenig.

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Ahoi ihr Landratten!

Wir sitzen grad nach einem oppulenten 5-Gänge-Menü in der AußenalsterBar und genießen einen Kaffee in der kanarischen Sonne. Leute, das Leben ist schön!

Aber auch hier wieder von vorn:
Nach einer sehr nervenaufreibenden Zeit, die uns so gar keinen Atem ließ, uns auf diese wundervolle Auszeit einzustimmen, sind wir gestern früh halb fünf aufgestanden, um in unseren Kurzurlaub zu starten. Das Desaster mit den Katzen werde ich noch im Thema „Gedanken“ in unserem Blog niederschreiben, denn das war definitiv hollywoodreif. Solch ein Drehbuch denkt sich niemand aus.
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Unser Countdown zeigt eine 25

Ab heute also noch fündundzwanzig Tage und wir stürzen uns in ein völlig neues Abenteuer.
Wir gehen auf Kreuzfahrt. Schiff ahoi mit der Mein Schiff 2.

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Früher hatte das für mich immer etwas Spießiges, Miefiges und Altbackenes. Aber scheinbar ist da in den letzten Jahren auf diesem Gebiet viel geschehen und das Thema Kreuzfahrt wurde massiv entstaubt. Seitdem AIDA mitmischt ist kreuzfahren sogar richtig cool geworden. Ich werde nie vergessen, als wir vor ein paar Jahren abends in einem Restaurant in Rust am Europapark ein Pärchen kennen lernten, welches uns vorschwärmte, dass sie vor kurzem auf Schiff waren. Sie waren so glücklich und legten uns massiv ans Herz: Wenn – dann uuunbedingt Mein Schiff von TUI. Warum? Nur dort bekommt man echte all-inclusive und somit ein richtiges Wohlfühl/Arschpuder/Allesistdrin-Programm. Genau unser Ding! hehe

Gesagt getan. Seit Langem schon also geistert eine Kreuzfahrt durch unsere Gedanken und immer öfter ploppte das Thema auf. Als wir zurück waren von Schottland, keimte in uns beiden der Wunsch, dieses Jahr nochmal kurz in die Sonne zu fliegen. Unsere Ideen reichten über ne Woche nach Florida (sind doch die Flüge grad spottbillig), über Mauritius (hatte da ein mega-Schnäppchen an der Hand) oder die Kanaren. Da scheint im November/Dezember auch noch ein bisschen die Sonne. Das Thema Florida sponnen wir sogar noch weiter, dass man Miami doch auch mit einer 3Tages-Kreuzfahrt nach Mexiko verbinden könnte. Letztendlich starb dieser Gedanke aber daran, dass wir uns für nur eine Woche den Jetlag nicht antun wollen. Mehr Zeit haben wir leider nicht. Und auch finanziell sprengt das den Rahmen, Schottland war kein günstiges Vergnügen. Mauritius starb leider daran, dass das Schnäppchen wohl nur einen Tag zur Verfügung stand und kurze Zeit später die Reise das Doppelte kosten sollte. Aber Mauritius wird uns definitiv in diesem Leben nochmal sehen!

Just in diesem Dilemma stolpere ich über ein Angebot (ich glaube es waren sogar die U-Piraten) für die Mein Schiff-Flotte. Eines der tollen „giltnurdieseseine“-Wochenende-Angebot passte genau in unsere Suchoptionen. Sieben Tage, im Dezember, Kanaren. Nach nur einem Tag Bedenkzeit nahmen wir das Angebot an, buchten uns in eine Innenkabine ein und zählen seitdem rückwärts. TUI machts einen da auch sehr einfach, man lädt sich ne App aufs Handy, die einen nach Eingabe seiner Daten jeden Tag dran erinnert, wie oft man bis zum Start noch schlafen muss.

Die Kanaren also. Genauer: Kanaren mit Madeira. Am 17.12. gehts los und am 18.12. schiffen wir ein. Wir fliegen mit Condor nach Las Palmas auf Gran Canaria. Den Flug haben wir selbst organisiert. Klar hätten wir das mitbuchen können, aber das hätte 300€ pP mehr gekostet. So habe ich mit Hilfe von Gutscheinen nun Flüge bekommen, die uns weniger als die Hälfte gekostet haben. Die von TUI verkauften Flüge haben allerdings aber einen ganz entscheidenden Vorteil, den man bei weiteren Anreisen definitiv im Auge behalten sollte. Denn falls der Hinflug sich verzögert, ausfällt, verschoben wird oä, dann sorgt TUI dafür, dass du aufs Schiff kommst. Reist du eigenständig an und soetwas Hässliches passiert dir, schaust du in die Röhre. Der Dampfer warte nicht auf dich und ist weg. Deshalb: bei Eigenanreise immer einen Zeitpuffer einbauen. In unserem Fall fliegen wir sogar einen Tag vorher und übernachten in Las Palmas, bevor wir am nächsten Tag zum Check-in aufs Schiff gehen.

Am 18.12. verlassen wir abends Gran Canaria. Schön, dass wir durch die vorgezogene Anreise die Möglichkeit haben, die Stadt kennen zu lernen. Der nächste Tag wird ein reiner Seetag werden, bevor wir am darauffolgenden Tag auf Madeira anlanden werden. Hier haben wir bis zum nächsten Tag Zeit, die Insel ein wenig zu umrunden, bevor wir nachmittags wieder losschippern. Nach Madeira folgen dann immer jeweils einen Tag die Inseln La Palma – Teneriffa – Fuerteventura, bevor wir am 25.12. ganz in der Früh wieder auf Gran Canaria anlegen. Den Heiligabend werden wir auf Fuerte verbringen und und abends mit einem schon reservierten Weihnachtsmenü ausklingen lassen.

So ist der Plan, der natürlich diesmal recht fest ist. Immerhin bestimmt die MS2 unseren Weg. Wir wissen überhaupt nicht, was uns erwartet. Wir sind gespannt, wie wir darauf reagieren, ob das überhaupt unser Ding ist. Wie wird es sein, doch recht gefangen zu sein auf dem Schiff. Wie kommen wir mit der Innenkabine klar, die ja nun überhaupt kein Tageslicht zu sehen bekommt. Was macht die Schaukelei mit uns? Reicht uns die Zeit, die man auf den Inseln hat? Fragen, die wir alle nach Weihnachten beantworten können.

Vorgestern sind unsere Reiseunterlagen per Post gekommen und unsere Herzen haben kleine Hüpfer beim Auspacken gemacht. Es ist schön, es nun schwarz-auf-weiß zu sehen.

Noch fünfundzwanzig Tage! Jan & Aika gehen auf Kreuzfahrt!
Und selbstverständlich werden wir wieder täglich bloggen und diejenigen, die es interessiert, mitnehmen auf unser Abenteuer.