Kreuzfahrtvirus? *positiv!

Nach einer letzten Nacht, in der ich schlecht geschlafen habe (womöglich habe ich unterbewusst das Anlegemanöver halb fünf in der Früh mitbekommen) schälen wir uns aus den Kojen, um dann festzustellen, dass wir uns diesmal ein wenig sputen müssen. Die Kabine muss neun Uhr mit Stumpf und Stil geräumt sein! Dass schließt gepackte Koffer mit ein?! Uiuiui. Duschen, anziehen, Zähne waschen und PACKEN alles in einer Stunde! Wir habens geschafft … 🙂 und schieben pünktlich unsere Trolleys ins Theater, wo man die Möglichkeit hat, bis zum endgültigen Verlassen des Schiffs, sein Gepäck unterzustellen. Wir entern zum letzten Mal den Frühstücksbereich (nargs, leider keine Fotos gemacht) und futtern uns satt, denn es steht uns ja ein Condor-Flug bevor. Der übrigens erst 14:40 geht und bis dahin wollen wir noch so viel Zeit wie nur möglich an Bord verbringen. Hier treffen wir noch ein-zwei bekannte Gesichter, man schwatzt noch mal über die vergangene Woche, trinkt zusammen noch ein kleines Schöppchen und wir verabschieden uns!

Machs gut, Atlantik-Restaurant. Machs gut, Poolbar. Machs gut, Kabine 10003. Machs gut, Aldin. Machs gut, Johanna. Machs gut, du ewig gutgelaunte herzerwärmende leider für uns namenlose blonde Chefin am Empfang. Machs gut, Jasan an der Bar. Machts gut, Zandro & Chris.

Machs gut, MeinSchiff2.

Wir suchen uns noch schnell eine Busverbindung zum Flughafen raus und schon verlassen wir das letzte Mal über die Gangway den großen blauweißen Dampfer. Winkewinke und bis bald.

Der Heimflug war dann trotz aller Condor-Widrigkeiten – wir saßen in vorletzte Reihe – ganz okay. Zirka eineinhalb Stunden vor Landung kam plötzlich die berühmt-berüchtigte Durchsage vom Käptn, ob ein Arzt an Bord wäre. Ohjeee. Fünf Reihen vor uns ging es einer alten Dame sehr schlecht. Sie wurde dann an uns vorbei ganz nach hinten durchgeführt, war kreidebleich und hat fürchterlich gezittert. Die Arme. Ihr Mann war völlig aufgelöst. Ein Arzt war auch da, saß sogar direkt neben uns und alle haben sich rührend um sie gekümmert. Sauerstoffmaske und ein wenig Cola halfen ihrem Kreislauf wieder auf die Beine und sie hat den Flug auf dem Notsitz zuende bringen können. Als ich sie am Gepäckband wiedererkannte und ihr Gute Besserung und Frohe Weihnachten wünschte, lächelte ihr Mann erst uns und dann sie an und meinte zu ihr : „Siehste, die Leute erkennen dich jetzt sogar. Jetzt biste berühmt“. Süß!

Wir hofften, dass uns unser Auto nach einer Woche auf dem Parkplatz nicht im Stich lässt und siehe da, auf den guten alten Schaukelbenz ist natürlich Verlass und eine halbe Stunde später landen wir daheim und werden von unserem Fellmonstern freudigst begrüßt und totgeschmust. Wir machen schnell den Kamin an und sinken beide auf die Couch. Wir schauen uns an und denken beide das gleiche:

War. Das. Geil!
Der Kreuzfahrtvirus hat uns erwischt.
Eindeutig positiv!

Vor acht Tagen sind wir gestartet, ohne zu ahnen, was uns bevorsteht. Es war für uns dieses berühmte:

Wir haben wirklich jeden Augenblick auf diesem wundervollen Schiff genossen. Bis auf die Seekrankheit, die uns einen kurzen Zeitraum außer Gefecht gesetzt hat, war die Reise ein voller Erfolg. Alles an der MeinSchiff ist großartig. Allem voran natürlich das 260 m lange, 30 m breite und über 50 m hohe Schiff selbst mit seinen 13 Decks und ca. 20 Restaurants und Bars. Hier können sich die knapp 2000 Passagiere wunderbar aus dem Weg gehen. Die vielen Freizeitangebot, die dafür sorgen, dass einem nicht langweilig wird. Sportis kommen im riesigen Fitnessbereich auch auf ihre Kosten. Überall findet man Ecken, in die man sich zurückziehen kann. Das Personal ist vom Housekeeping bis hin zu den Chefs (die hier Gastgeber genannt werden) supernett. Nicht gekünstelt sondern von Herzen ehrlich. Für diese Menschen ist das nicht nur ein Beruf und das strahlen sie auch aus. Vieleicht schaffen wir es das nächste Mal, uns auf eine der berühmten Crew-Partys auf Deck 3 zu schmuggeln. Dort muss es wohl richtig abgehen …

Wir mögen die besondere Art, zu reisen, täglich woanders zu sein. Rundreisen waren ja ‚eh schon immer unser Ding und hier wird man auch noch luxuriös von A nach B gebracht. Apropos luxuriös: Zum Luxus wird eine Fahrt mit der MeinSchiff auch durch das Premium All Inklusive. Ich habe an einem der vielen Abende mal die Gänge meines Abendessen fotografiert:

 

 

Die Reise war ein Genuss in allen Belangen. Danke für alles, MeinSchiff.

Wir kommen wieder. Definitiv. Ganz bestimmt. Nächstes geplantes Ziel ist eine Zwei-Wochen-Fahrt durch die Karibik.
Dann heißt es für uns wieder Leinen los und AHOI!

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