2016 | Islay & Schottland-Rundreise

Warum ausgerechnet jetzt?

Heute ist Tattoo-Tag! Yeah. Aber die ist erst abends, Beginn 9 Uhr. Vorher haben wir heute auf unserer To-See-List: Glasgow. Naja, und was uns halt eben sonst noch so vor die Füße fällt. Und das war abschließend gesehen noch Einiges. Aber von vorn.

Wie immer schien morgens wunderbar die Sonne, laut Wetterbericht sollte der Tag mal ausnahmsweise schön bleiben. Aber was ist schon eine Vorhersage?! Wir sind in Schottland! Pah. Schauen wir mal!

Also rauf auf die Autobahn, Glasgow angesteuert und rüber geschaukelt. Dort angekommen steuerten wir als erstes die Kathedrale an. Die ist in unserem frisch erworbenen Heritage-Pass inklusive. Das nutzen wir aus. Denken wir zumindest. Dort angekommen erwartet uns von außen gesehen eine wunderwunderschöne riesengroße Kirche. Durch den Eingang und … ?! Admission free. 🙂 Egal, die Kathedrale ist wirklich sehr schön. Wir drücken uns ein wenig im uralten Gemäuer umher, bestaunen erneut wunderschöne Glasfenster und (für mich neu) eine Kirche unter der Kirche. So was habe ich noch nicht gesehen. Super interessant. Auch hier wieder uralte Grabsteine, zum Teil aus 1600 und älter. Also IN der Kirche. War wohl damals nur den Reichen gestattet.

Nächster Step ist – natüüüürlich – das HardRockCafe. Auch wenn es noch recht früh am Tag ist, aber ein Bierchen im HRC muss einfach sein.

Nächster Stop: Das Falkirk Wheel. Was für ein Schauspiel. Das ist das einzige rotierende Schiffshebewerk der Welt. Wir kamen genau recht. Kaum waren wir angekommen, schob sich schon ein Boot in die unteren Wanne, oben schwamm schon eins und los ging die wilde Fahrt. Super interessant und auch irgendwie abgefahren. im wahrsten Sinne des Wortes.

Falkirk_Wheel

Rundherum war ein Vergnügungspark für klein & Klein aufgebaut, die Kiddies hatten ihren Spaß. Unter anderem stand auch diese Statue hier rum.

In meinen Vorbereitungen auf diesen Urlaub, fielen mir diese Pferdeköpfe immer wieder vor die Augen. Nur irgendwie hab ich die größer in Erinnerung. hmm Im Giftshop gab es unzählige Postkarten zu kaufen und auf Einigen waren auch wieder die großen Pferde abgebildet. Aha. Das da draußen ist nur eine Miniatur! 🙂 Gleichmal geguckt – die „echten“ stehen gar nicht so weit weg, von da wo wir grad sind. Also das Navi mit der Adresse gefüttert und los. Der Fußweg ab dem Parkplatz dahin war ein schön angelegten Wanderpfad durch ein Sumpfgebiet, direkt an einem Kanal gelegen. Unterwegs kamen wir an einer Schleuse vorbei, die doch tatsächlich noch mit reiner Muskelkraft betrieben wird. Da ist das Schleusen noch ein richtiger Kraftakt.

Weiter hinten erspähten wir schon die riesengroße Stahlkonstruktion. Die „Kelpies“ sind wirklich sehr beeindruckend. Je weiter man sich nähert, um so größer werden sie. Wahnsinn!

Auf dem Weg zum Auto zurück kamen wir einem Schwan sehr nahe. Er machte grad „groß Reine“ im Gefieder, eine Sauerei rundherum. 🙂 Wir gingen respektvoll flink an ihm vorbei, immerhin bin ich als Kind mal von einem Schwan gebissen worden, das Trauma sitzt! Zumal von weitem auch noch die Mama mit den zwei grauen Schwanenbabys im Anmarsch ist. Bloß weg!

Auf dem Campingplatz zurück gönnen wir uns ein kleines Abendbrot und machen und seelisch und körperlich bereit für die Tattoo. In zwei Stunden gehts los. Die Sonne ist noch in Fetzen immer wieder zu sehen. Wir packen sogar die Sonnenbrillen ein. Kaum im Bus Richtung Innenstadt dunkelt sich der Himmel ab und wir ahnen Böses. Und genau so kommt es. Wind kommt auf, auf unserem Weg Richtung Burg hoch, die ersten Tropfen fallen, wir flüchten in einen Pub. Immer wieder ein banger Blick aus dem Fenster und die ersten Regenschirme sind zu sehen. Verdammt. Echt jetzt? WARUM ausgerecht JETZT? Seit vier Tagen sind wir hier, immer wieder mal kurze Schauer, aber nicht wirklich ernst zu nehmen. Draußen braut sich aber diesmal etwas zusammen, was nicht mehr feierlich ist. Nun ist es auch noch Zeit, sich anzustellen, um rechtzeitig in der Burg zu sein. Wir stehen in der Schlange und es kommt ein Unwetter runter, was sich gewaschen hat. Wir sind innerhalb von Minuten klitschnass, wie tausend andere Ansteher auch. Unfassbar. Das darf nicht wahr sein.

Unsere erste Tattoo in Edinburgh und es regnet „cats’n’dogs“. Unsere Hosen war komplett durchnässt, als wir dann endlich auf unseren Plätzen saßen. Exakt zu dem Zeitpunkt, als unten die erste Gruppe Aufstellung nahm. Aber genauso pünktlich schien der Regen aufzuhören. Wurden unsere Wünsche erhört? Tatsächlich hörte es auf, zu regnen, und wir konnten die Vorstellung trocken erleben, wenn auch nur von oben.

Die Tattoo war phänomenal. Zwei Stunden Gänsehaut pur! Unsere heißgeliebten Dudelsäcke waren hier ein wenig mehr vertreten, als in Basel eine Woche zuvor. Die ganze Show war extrem emotional. Natürlich war es auch etwas anderes, da wir die Show in Edinburgh im Dunkeln sehen durften. Immer wieder wurden passend zu den Stücken große Bilder an die Mauern der Burg projeziert. Wirklich sehr toll! Da war der Ärger um die klitschnassen Klamotten vergessen. Mit einem mega Feuerwerk endete die Show.

Und damit endet auch schon unser Aufenthalt in Edinburgh. Wir haben nur ein Viertel von dem gemacht, was ich als „vielleicht“ auf unserer imaginären Liste stehen hatte. Wie immer halt – zu viel vorgenommen. Also, sorry, aber wir müssen wieder kommen. Ganz bestimmt wieder zur Tattoo-Zeit. Denn – die müssen wir noch mal sehen. :))

Morgen ist Abreise. Mit einem Umweg über das Stirling Castle und einer Fahrt durch den Nationalpark am Loch Lomond vorbei, gehts zur Fähre nach Kennagraig.

One Comment

  • rebel

    Das Tattoo, wer es noch nicht erlebt hat, dem kann man das kaum beschreiben.
    Gänsehaut, das man seine Klamotten nicht mehr ausziehen kann. Auch wir haben damals ganz oben gesessen. Wir haben uns die Plätze extra so ausgesucht damals.

    bis denne
    rebel

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