2015 | Südostasien – Unsere Flitterwochen

… Barfuß im Baumarkt

Der Tag beginnt mit einer Mission: Oggtoputt-Hunting! Yeah.

Gestern abend noch trafen wir den wahnsinnig lustigen Thai, der mir morgens noch seinen selbstgefangenen Tintenfisch unter die Nase gehalten hat und er bot Kai an, ihn heute morgen mit auf die Jagd zu nehmen. Klarer Fall, wer da total begeistert war. Frühes Aufstehen fällt uns ja überhaupt nicht schwer, denn es ging schon 7 Uhr los, raus auf die Felsen, die bei Ebbe so schön frei liegen. Ich selbst hab mir das Ganze lieber aus der Ferne angeschaut, habe am Strand gechillt und den Sonnenaufgang genossen (und die Resort-Katze gestreichelt … :))

Ab hier, eine Premiere, übergebe ich das Wort mal an Kai. Das Erlebnis sollte mit seinen Worte erzählt werden, denn ich war ja nicht live dabei.

Nun ist es also soweit – Kai schreibt auch mal. Zuerst: Mein neuer Freund heißt Saam. Und Saam kam doch glatt zu spät zu unsrem Treffen. Ich suchte schon fleißig zwischen den Felsen ohne überhaupt zu wissen, was ich suchte. Ne viertel Stunde später rief es vom Strand: “Good Morning Sir”. Und er fuchtelte mit den Armen rum, ich solle zurück kommen. Er versuchte mir zu erklären, dass wir erstmal nen Köder brauchen und sagt. “De Oggtoputt lo de krepp”. Ich schaute ihn an und hätte am liebsten losgebrüllt vor Lachen. Bitte? Was? Ich brauchte drei Anläufe, bevor ichs gerafft habe. Aaah der Oktopus liebt Krabben! Er wiederholte das nun ständig. Zu geil.

Oki, wir brauchen ne Krabbe. Die Dinger gibt’s hier zuhauf am Strand. Also warfen wir uns vor so ein Krabbenloch, und er fing an wie wild zu buddeln. Und einen halben Meter tiefer, tada ne Krabbe. Die war aber ziemlich aggro drauf und klapperte mit ihren Scheren und wollte sagen – verp*** euch. Aber Sie sollte keine Chance haben. Saam hatte nen Riesenspaß mit der noch zappelnden Krabbe, legte sie auf einen Stein und klopfte nun auf alles was sich an ihr so bewegt mit seinem mitgebrachten stahlnagel, bis dann nur noch der Körper da lag. Und immer wieder: “de Oggtoputt lo de krepp”. Das frische Krabbenfleisch kam dann auf ne Art Angelschnur – zusammen mit nem abgeklopften Bein.

Jetzt wurde es spannend. Er lief und lief guckte ständig nach unten und zeigte mir irgendwelche Löcher. “Look look my friend”. Ich: “ähm. Ja was wo?” Es gab unter den 1millionen Löchern, wirklich welche die anders waren. Um sie herum lagen größere Steine als sonst. Also knieten wir uns davor und schoben den Köder in den Eingang. Und dann war auch sofort Alarm. “De Oggtoputt”, tatsächlich. Noch ein bisschen rauslocken und -zack – da isser. Ich glaub das nicht. Sein Grinsen obendrauf ist einfach der Hammer. Auf die Art haben wir zwei Stück gefangen, große Dinger. Und ich bin jetzt ausgebildeter Krabben-Köder-Fänger-Oktopus-Jäger!

Und ich habe mich köstlichst vom Strand aus amüsiert!

Kurze Zeit später sind wir dann auch schon mit einem kleinen Shopping-Umweg (juhuuu, neue Hose

n fürs Mädchen!) Richtung Kochkurs unterwegs. Zwischendurch waren wir in einem thailändischen Baumarkt. Einfach so, weil wir neugierig waren. Eine interessante Erfahrung. Barfuß durchs Bauhaus? Probier das mal in Deutschland!

Der Kochkurs. Auch das ist eine Erlebnis in unserem Urlaub, welches wir beide um nichts in der Welt missen wollen. Es war fantastisch. Wir kamen an, wurden von Markus ein wenig eingewiesen und dann hat uns Kwang, seine Frau, übernommen. Erstmal (koch)standesgemäß ausgerüstet und schick gemacht, gings dann auch ganz flott los.

Sie sprudelte nur so mit ihrem thai-englisch das Rezept raus, kaum dass Kai mit Schnippeln un

d Kochen und ich mit Schreiben und Fotografieren nachkam. Wir haben uns im Vorfeld jeder zwei Gerichte ausgesucht, die wurden dann nacheinander gekocht. Kai fing an mit einem Nam Piek Phao, das ist ein Curry bzw. eine Grundlage für viele Suppen oder andere Gerichte, danach gabs für ihn ein Khao Soy, eine Art Suppe. Ich wollte eine Tom Kha Gai und ein Phad Thai versuchen. Wir hatten so viel Spaß, Kwang hatte die Zutaten schon für jedes Gericht ein wenig vorbereitet und zusammengetragen, so ging es ganz flink. Sie hat einen ganz frechen Humor und so waren wir eigentlich nur am Rumalbern. Genau so soll es ja auch sein, Spaß solls machen. Und den hatten wir. Die Ergebnisse seht ihr hier in Bildern. Wir sind schon so ein klein wenig stolz und hoffen, dass wir es daheim annähernd so hinbekommen.

Wieder am Bungalow haben wir erfahren, dass Saam, Kais neuer Kumpel, heute abend ein Barbecue am Strand macht. Klar, dass wir da dabei sind. Nur den Oktopus, den kanner gern alleine essen. :=)

Erholungsstatus: 100%!!!! Ohne wenn und aber!

One Comment

  • janundaika

    (Blog-Umzug heißt auch Kommentar-Umzug)

    Ich sags euch, Freunde. Ich bin soooo urlaubsreif. Ich habs übrigens genau gesehen: Kai hatte im Supermarkt zwar keine Schuhe an… Aber ganz eindeutig hat er vergessen seine Socken auszuziehen. 😉 Und ich freue mich schon sehr von euch bekocht zu werden. Ganz liebe Grüße und macht weiter so!
    van Hörnchen

    Hallo ihr Zwei, jetzt schreibe ich hier auch mal was. Euer Blog ist der Hammer und liest sich lustig. Bin täglich am Verfolgen was ihr so erlebt. Eure Kochkünste würde ich natürlich auch gerne mal probieren. ..sieht lecker aus. Eure Outfits zum Kochen der Hammer, grad Kai seins :-). Wünsche euch noch viel Spaß und einen traumhaften Urlaub mit dem 100% Erholungsgrad
    Verena

    Hallo Ihr Lieben, uns freut es sehr das ihr so viel Spaß und eure 100% Erholungsgrad erreicht habt und man sieht es sichtlich an euren Bildern, dass es euch echt gut geht. Genießt weiterhin euren wunderschönen Urlaub und passt auf euch auf. Vlg aus dem kalten Hessen❄⛄❄ Lars und Nadine
    Nadine

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