Kategorie: Gedanken

Nanu?

Ja, das denkt sich vielleicht der Eine oder Andere, wenn er hier vorbeistolpert.
Nix Neues?

Mitnichten. Also, selbstverständlich habe ich viel zu erzählen. Aber irgendwie dann wieder auch nicht. Also nicht hier. Vielleicht, hm, naja, ach ich weiß nicht. Vieles war bloggenswert, da fehlte mir die Zeit. Dann wiederum hatte ich durchaus Zeit, aber es ist nüscht passiert. Nundenn …

Ich wollte mal eben hier wenigstens das loswerden. Jaja, meine Gedanken sind immer wieder hier in meinem virtuellen Tagebuch. Und ich habe mir zumindest vorgenommen, das was jetzt zukünftig passiert, auch wieder zu bloggen.

Versprochen!

Und offensichtlich ist ja einiges geplant für 2018. Huiiii.

Eine schicke neue Hüfte

… genau diese Worte benutzte der Oberarzt, zu dem mich am 20.4. mein Weg führte.

Den guten JAN mit im Schlepptau bin ich nach Braunfels gefahren, um endlich Klarheit zu bekommen. Nach all dem Hin und Her in den letzten Jahren sollte das jetzt mein letzter Weg zur endgültigen Diagnose und Lösungsfindung sein. Endlich werde ich hören, wie es weiter geht, was genau passiert und wie meine Zukunft aussieht.

Superpünktlich sind wir dort, der Warteraum ist gestopftevoll und ich stelle mich mit einem Magengrummeln an die Anmeldung. Aber hey, weiß der Geier, worauf die alle warten, man erwartet mich schon und ich darf sofort nach hinten durchtreten und dort Platz nehmen. Hier sitzen wir noch 10 Minuten und schwupps, dürfen wir ins Behandlungszimmer. Den Arzt höre ich schon durch die Verbindungstür zum benachbarten Zimmer und kurz drauf tritt er durch die Tür. Dr. Brade. Junger sympathischer Arzt. Ich fühl mich wohl.

Es geht auch jetzt wieder alles recht schnell, er liest kurz die Überweisung, legt die CD mit meinen Innenaufnahmen ein und stutzt. „Na, das ist ja mal ne ordentliche Dysplasie!“ Ich muss mich nochmal kurz halbnaggich machen und auf der Liege diverse Drehungen und Bewegungstests machen. Er bestätigt auch die Diagnose meines Arztes und nach ungefähr zehn Minuten füllt er die ersten Formulare aus: OP. Auch mit ihm unterhalte ich mich nochmal über die Prothese im Allgemeinen. Er zeigt mir, welche Modelle in dieser Klinik eingesetzt werden, erklärt die Funktionen und Haltbarkeit. Er geht sogar schon auf Verhaltensregeln nach der OP ein und erzählt mir von ehemalig Operierten, die mit der Prothese Marathon laufen und Tennis spielen. Eigentlich nicht der richtige Sport für danach, aber er meint, dann sind die Herren eben nicht erst nach 15 Jahren wieder hier, sondern vielleicht schon in zehn. Aber dafür eben schmerzfreie zehn Jahre. Aushalten kann das die Prothese. Meine Prognosen stehen gut, ich bin jung und er ist total zuversichtlich, dass ich wieder flink auf die Beine komme.

Er schüttelt mir zum Abschied die Hand und grinst schelmisch: „Ich mach Ihnen eine schicke neue Hüfte!“. Aha! 🙂 Er wird mich persönlich operieren.

Das „Wann“ klären wir zwei Räume weiter. Nach ein wenig Terminrücken, -schieben und -gucken bekomme ich schlussendlich den 10. Oktober als Tag der Tage zugewiesen. Da hätte ich sogar richtig  Glück, denn der wäre nämlich total beliebt bei den älteren Herrschaften. Der Sommer ist rum und bis Weihnachten ist man wieder fit. Stimmt!

Ich freu mich drauf. Verrückt, aber ich freue mich auf die Operation. Endlich keine Schmerzen mehr. Endlich kann ich mich (dann hoffentlich) wieder richtig bewegen. Keine Angst mehr, dass mir die Beine wegsacken. Endlich, endlich, endlich!!

 

Ich bin eine HDlerin.

Auch wenn dieser Blog für JAN + AIKA ist, schreibe ja hauptsächlich ich, die AIKA. Und genau das tut ich jetzt grad wieder und setze sogar noch einen drauf. Denn in diesem Eintrag gehts mal nur um mich. Zumindest in erster Linie. Auch wenn das Folgende meinen lieben guten JAN natürlich mit betrifft, ist es doch aber meine kleine feine Leidensgeschichte.

Leiden?? Ja. Leiden!

Seit meiner Kindheit weiß ich, dass da irgendwas mit mir nicht stimmt. Als Kind nimmt man sowas nicht immer richtig wahr. Aber irgendwie wusste ich, dass mir einfach was anders ist, als bei den Anderen. Die konnten turnen, ich konnte nicht mal im Schneidersitz sitzen. Die machten Purzelbäume, ich war immer noch in der Strafecke, weil ich mich mal wieder nicht richtig warm gedehnt habe. „Stell dich nicht so an und drück die Beine ordentlich auseinander, Oberkörper vor!“. Oder noch schlimmer, die anderen Mädels machten Spagat? Pfft. Ich war eher der sterbende Schwan. Im Leben kann ich kein Spagat. Es hagelte Fünfen ohne Ende. Turnen habe ich genau aus diesem Grund gehasst wie die Pest und die doofe Lehrerin erst recht. Damals wusste ich nicht, was mit mir nicht stimmt, hielt mich einfach nur für unbegabt. Dafür konnte ich aber rennen wie ein Wiesel! Naja, lange halt. Habe den 5Kilometer-Lauf geliebt.

Die Schulzeit war fast vorbei, ich war Teenie und die Mopedzeit begann. Mensch, was war man seelig, wenn man als Sozia auserkoren wurde. Uiiii. Da haste dich aber gefühlt. Außer ich! Nach kürzester Zeit schon bekam ich Schmerzen in dieser typischen Haltung, die man eben auf der Sitzbank eines Simsonflitzers einnimmt. Da war es wieder: Irgendwas ist bei dir anders! Nur was? Auf Nachfrage bei Mami: ei Kind, du hast ne Hüftdysplasie! Hatteste schon als Baby!

Eine Hüftdysplasie also. Aha. Hm. Nunja, es schränkt mich kaum ein. Ich führte mein Leben ganz normal weiter. Die Jahre vergingen. Beschwerden hatte ich kaum, nur wenn die Beweglichkeit in der Hüfte gefragt war. Da war ich schnell an meinen Grenzen. Motorradfahren war nur möglich, wenn oft Pause gemacht wurde. Ansonsten hatte ich selten Probleme. Genau aus diesem Grund ging ich auch nicht zum Arzt. Warum, tut ja nüscht weh.

Bis vor ca. 3 Jahren. Continue reading „Ich bin eine HDlerin.“

8 Jahre

Acht! Heute sind es 8 Jahre, die wir ein Paar sind, JAN + AIKA sind, ein Team sind.

Warum auch immer, aber ich blicke dieses mal auf besondere Art und Weise zurück. Blicke zurück auf diese wundervollen und turbulenten Jahre, die so wahnsinnig schnell verflogen sind. Ich habe diesen Menschen getroffen, diesen EINEN, mit dem plötzlich alles möglich erscheint. Dieser eine ganz besondere Mensch, mein Partner, mein Mann, meine große Liebe. Und ich danke dir.

Danke, dass du …
… mich zu einem besseren Menschen machst.
… mich bedingungslos liebst.
… immer für mich da bist.
… mir das Gefühl gibts, etwas Besonderes zu sein.
… unsere Liebe so einzigartig machst.
… mir in schwierigen Stunden stets Hoffnung machst.
… mich stark machst.
… mir zeigst, was ich kann.
… nach so vielen dunklen Jahren meine Sonne bist.
… mich so lässt, wie ich bin.
… vor acht Jahren so mutig warst.

Danke, dass du mein bester Freund bist. Ich liebe Dich.

Deine AIKA

Wie bitte? Ein SCHNÜRSENKEL?

Harris liegt schon wieder in der Tierklinik!

Ist das denn zu fassen? Er bekam vorgestern Durchfall, war aber ansonsten der Alte. Ich beschloss, wenn ich abends von der Arbeit daheim bin, ihn mir nochmal genauer anzuschauen. Und da war es wieder sofort da. Dieses doofe Bauchgefühl. Irgendwas hatter. Nur was?

Er fraß seine Portion nicht auf – für ihn ein Unding. Rannte mitten im Fressen aufs Klo und drückte und drückte und drückte. Er produzierte außer einen kleinen Klecks Dunkles nix. Davon abgesehen war er aber wie immer, flitzte rum, kam beim Leckerli-Rascheln angedüst und fraß auch, wenn man ihm eines gab. Er schlummerte seelenruhig bei uns im Wohnzimmer, nachdem wir auch ein wenig zur Ruhe kamen. Okay, wir warten bis morgen früh und überließen ihm die eine Nacht.

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Was für ein Katzenkrimi!

Ich wünschte mir manchmal ein Denkarium, wo ich wie Dumbledore ganze Erlebnisse wie ein Faden aus meinem Kopf ziehen kann und dort hineingebe. Jederzeit abrufbar. Naja, sowas in der Art ist das ja hier, nur ein wenig anders.

Das nun Folgende schreibe ich auf, damit ich es nicht vergesse. Beziehungsweise, nein, vergessen kann ich das nicht. Aber ich bin mir sicher, ich würde viele Details vergessen. Genau aus diesem Grund ist es auch verdammt viel Text. Was jetzt kommt, glaubt echt kein Mensch. Jedem, der involviert war oder es im Nachhinein erfahren hat, kommt das vor wie eine erfundene Geschichte. Aber, wer ist so gemein und denkt sich sowas aus?!

Keiner!

Nur das Leben itself.

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(K)ein schönes Pfingstwochenende

Da hat uns der gute JAN aber ein dickes Ei ins Pfingstnest gelegt ….

Als er vor ein paar Wochen auf Baustelle in einem kleinen Örtchen nahe der holländischen Grenze war, hat er sich die AIKAlosen Abende in einem netten Pub verkürzt. Er lernte dort eine handvoll Leutchen kennen, vorallem der Wirt muss wohl ne besondere Marke gewesen sein. Marke Holländer, Marke cooler Typ. Auf meiner heimischen Couch lauschte ich spätnachts nach seiner Heimkehr aus dem Biertempel  gern seinen Erzählungen über witzige Bingo-Abende, stammtischschwangere Problemgespräche und urige Bierausschenker. Dort traf er sporadisch immer mal wieder einen anderen Bierkumpel. Nennen wir ihn Thomas. In einem Telefonat mit JAN erfuhr ich, dass der ein wirklich feiner Kerl wäre, auch fußballaffin, einem abendlichen Bierchen in der Kneipe nicht abgeneigt. Ich glaubte, hey, da hat mein Herzblatt ein wenig Ablenkung in der Ferne und freute mich, dass er dann doch nicht so ganz einsam war.

Wieder daheim schwärmte der gute JAN schon fast von der Bierkneipe in niederländischer Hand und man müsse da unbedingt mal hin. Die Tage verstrichen und per Whatsapp schrieb der gute JAN immer wieder mit Thomas. Man erzählte vom Alltag und Fußball. Und der Gute äußerte den Wunsch, uns doch mal zu besuchen. Er wolle gern sehen wie und wo wir leben und man habe sich doch vor Ort so gut verstanden …

Gesagt getan – auf JANs Menschenkenntnis vertrauend – stimmte ich einem Treffen mit dem mir bis dato völlig unbekannten Menschen zu. Was soll schon passieren? 🙂 Vereinbart wurde das Pfingstwochenende, Samstag abend bis Dienstag früh. Wir machten uns Gedanken, was wir mit ihm gemeinsam machen können. Wir werden ihm ein wenig unsere Gegend zeigen und etwas unternehmen. Auf „unserer“ Burg war drei Tage Ritterspektakel. Für Leute, die das erste mal dort sind, ein Highlight. Auch hat vor kurzem ganz in der Nähe ein Abenteuergolfplatz eröffnet, dort werden wir mit unserem Besuch ne Runde drehen und wenn es das Wetter zulässt, gehen wir ne richtig große Runde Geocachen.

Pfingsten rückte näher, er erkundigte sich am Abend davor noch, was die Dame des Hauses an „Süßkram“ möge und wir freuten uns auf ein schönes Wochenende mit einem netten Menschen!

Er reiste an, JAN begrüßte ihn und …

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Happy Birthday, Harris!

Fünf wird er heute. Fünf ganze Jahre.

Eigentlich ein wundervoller Tag. Ein toller Tag. Ein Tag zum Feiern und Fröhlichsein. Wir haben ihm heute morgen auch schon ein Ständchen gesungen. Morgens halb 5, er war noch ganz müd, der Kleene und hat sich ganz sicher über sein zwei Dosenöffner gewundert. So früh, weil wir hierhin unterwegs waren …

Unser Harris!

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Und wie so viele wissen, ist das etwas Besonderes. Grade er. Er, der so schlimm krank war. Wir sind mit ihm durch die Hölle, barfuß, ohne zu wissen, wo der Ausgang ist. Selbst wir beide, mit unserem bis dahin unerschütterlichen Optimismus, haben irgendwann aufgegeben. Der Kopf hat gesagt, hör auf. Das Herz hat aber geschriehen: NEIN!

Mittlerweile wissen wir, dass er ganz ganz großes Glück hatte. er war zur richtigen Zeit bei den richtigen Ärzten, die nach langer Suche auch irgendwann die richtige Diagnose stellten. Nun nimmt er jeden Tag 5mg Cortison, seine „Lebensversicherungs“-Tablette, wie wir sie immer nennen. Diese sorgt dafür, dass seine Autoimmunerkrankung, unter der er leidet, nicht ausbricht.

Warum schreibe ich das jetzt und heute und hier? Ich habe beim Mailssortieren eine Mail gefunden, die ich damals in diesem Chaos an eine liebe Freundin und Züchterin unserer zwei Coonies geschrieben habe. Dieses zeigt Wort für Wort, wie wir uns damals fühlten.

Wir sind so froh, dass du bei uns bist – du roter Teufel.

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Zelt oder lieber doch Hotel?

Nein, keine Angst, das soll keine Umfrage werden. Aber diese Frage beschäftigte uns in den letzten Wochen. Wir mussten eine Entscheidung treffen. Haben wir auch!

Aber von vorn. Unser Jahresurlaub steht an. Juhuuuu und jippieh! Neugierig wohin es warum geht? Schau mal hier -> LINK Wie man dort so schön liest, planten wir die Standard-Reise. Flug, Mietwagen, Hotel. Aber viele von euch, die uns (insbesondere mich) gut kennen, wissen, dass ich ein Sparfuchsli bin. Und wenn man mal den Blick über den Rand hinaus wagt, warten da noch einige andere Möglichkeiten. Also, nochmals ran, ein bisschen Zeit investiert, ein paar Internetseiten gequält, im Schottland-Forum angemeldet und immer wieder den guten Gatten ins Entscheidungsboot geholt.

Ich will hier niemanden mit Zahlen nerven aber herausgekommen ist eine vorbildliche Gegenüberstellung aller Möglichkeiten, die grüne Whiskyinsel anzufahren.

1. Flug, Mietwagen, Hotel
2. Fähre, eigenes Auto, Zelt
3. Fähre, eigens für den Urlaub angeschafftes T4/Sprinter-Auto mit do-it-yourself-Betteinbau

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… so still hier?

Ich muss irgendwie raus!

Raus aus dieser großen Pause. Raus aus meiner „Bloggade“.

Raus aus dem „irgendwie was für den Blog“ aber dann „ach nee, doch nicht so schreibenswert“. Je länger hier Schweigen im Zeilenwald herrscht, wirds immer merkwürdiger. Der Blog war doch so sehr mein Wunsch, nicht nur fürs Reisen.

Also, Bobbes hoch, Frau Aika!

Ich gelobe Besserung …