Kategorie: Ausflüge

Äpplertörtchen auf großer Fahrt

So viele verschiedene Individuen auf engstem Raum? Gehts das gut?

Genau das waren unsere Bedenken, als wir in einer großen Runde letztes Jahr im Juli beschlossen, gemeinsam zu verreisen. Der Zeitraum sollte in den Sommerferien sein,  da einige von uns Schulkinder haben, ein Termin war schnell rausgepickt. Frau Schnitz hat mit einem glücklichen Händchen und viel Organisationsgeschick eine wunderbare Bleibe für uns alle gefunden: Das Haus „Sauerthaler Hof“ im Örtchen Sauerthal bei Lorch, ganz in der Nähe von Rüdesheim sollte es werden. Bezahlbar, alle Annehmlichkeiten vorhanden, toll gelegen. Wir werden es also wirklich wagen. Die Urlaube wurden eingereicht und fast ein ganzes Jahr haben wir uns nun darauf gefreut und geduldig gewartet. Continue reading „Äpplertörtchen auf großer Fahrt“

Putzfee für Nistkästen

Letzten Sonntag klingelte zu einer verdammt unmoralischen Uhrzeit unser Wecker. Halb sieben! Sonntags! In der Früh! Wir starten zu einer für uns total neuen Aktivität. Wir spielen Putzfee in den Nistkästen in der Gemarkung rund um unser Dorf. Einmal  im Jahr werden in der Winterzeit die Nistkästen inspiziert, geöffnet, von alten verbrauchten Nester befreit, gereinigt und teilweise auch repariert. Das übernimmt der Vogelschutz unserer Gemeinde, zu dem auch zwei Mitglieder unserer ÄSK gehören. Und sie brauchten noch fleißige Hände. Klar, da helfen wir gerne.

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Willingen ruft: „Ziiiieeh!“

In Willingen findet jährlich im noch ganz jungen Jahr der Weltcup im Skispringen statt. Ein mega Ereignis. Über drei Tage ein Heidenspektakel, welches ca. 50.000 Leute in das kleine Örtchen Willingen lockt, die dort an und auch abseits der Schanze feiern. Apropos Schanze. Die Mühlenkopfschanze ist die größte Großschanze der Erde. Jaaaaahaa! *nicknick. Wusste ich bis letztes Wochenende auch nicht.

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Zwischen Fachwerkhäusern und Königsgräbern

Seit knapp zwei Jahren sind wir Mitglieder im Obst- und Gartenbauverein unserer Gemeinde. Das mag etwas angestaubt und veraltet klingen, ist es aber mitnichten! Klar ist der Alterschnitt der Mitglieder locker über 55, aber trotzdem sind wir ein frischer Verein, der in letzter Zeit auch durch viele jüngere Mitglieder eine kleine Verjüngungskur erlebt. Seit November letzten Jahres bin ich, AIKA, sogar im Vorstand. Als Beisitzerin, als Pressetante, als Bilderschießerin, als Facebook-Seiten-Betreuerin und ich hebe als Mädchen den weiblichen Anteil im Vorstand somit auf Zwei. Jedes Jahr macht der OGV eine Klassen-…  äääh Vereinsfahrt. Dieses Jahr gings mit der ganzen Truppe nach Quedlinburg im schönen Harz. Logisch, da simmer dabei, das lassen wir uns doch nicht entgehen. Und es war große Klasse. Gebloggt habe ich das auch – naja irgendwie anders – ich habe einen Pressebericht dazu verfasst, den ich hier einfach mal anfüge. Ein paar Bilder pack ich auch noch dazu. Ist zwar nicht wie sonst, aber die Worte stammen ja trotzdem aus meinem Kopf und Fingern.

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Operation „Nachhaus‘ ins Fass“ 2

Teil 2: „Vom Korb ins Fass“

Wohin mit knapp sechs Tonnen Äpfeln? Natürlich ins Fass!

Ich bin aufgeregt. Mein erstes Keltern steht mir bevor. Bisher durfte ich immer mal auf irgendwelchen Bauernmärkten in der Region bei Schaupressungen zuschauen. Aber so richtig mithelfen und anfassen darf und werde ich heute zum ersten mal. Wie schon eine Wochen zuvor treffen wir uns zu verflucht unchristlicher Zeit im Hauptquartier. Hier waren die Jungs am Vorabend schon fleißig. Der erste Hänger mit seiner wertvollen Fracht steht parat. Der Häcksler und auch die Presse warten auf ihren Einsatz. Die „Mädelsecke“, wie ich sie mal nennen mag, ist auch schon mit fünf Einkochautomaten bestückt. Wofür? Dazu später. Continue reading „Operation „Nachhaus‘ ins Fass“ 2“

Operation „Nachhaus‘ ins Fass“

Teil 1: „Vom Baum in den Korb“

Wir sind ja der felsenfesten Überzeugung: Das Beste was ein Apfel werden kann ist … Apfelwein!

Schon zweimal, seit wir in unsrem schönen alten Fachwerkhaus wohnen, haben wir Äppler selbst gemacht, gelagert und mit Genuss verzehrt. Sogar mit durchschlagenden Erfolg. Nein nein, nicht das was man jetzt annehmen mag. Nein, JAN hat unser Stöffchen mit zur jährlich stattfindenden Apfelwein-Verkostung angemeldet und doch prompt den zweiten Platz damit gemacht. Von knapp dreißig getesteten Apfelweinsorten!! Also garnicht mal so schlecht für einen blutigen Anfänger. Da haben die alten Herren vom Ort aber geguckt.

Letztes Jahr durften wir durch mehrere glückliche Umstände die Herren vom „ÄSK“ aus dem Nachbardorf kennen lernen. Was genau hinter dieser Abkürzung steht, darf ich hier hier nicht verraten, nur so viel: Das „Ä“ steht für Äppler … An anderer Stelle nennen sie sich auch gerne mal die Äppelwoi-Geschworenen. Eine lockere Gemeinschaft aus total coolen Jungs, die sich alle paar Wochen recht ungezwungen zum Stammtisch zusammen finden, um im Partykeller dem hessischen Kultgetränk zu frönen. In diese Gruppe passte JAN wie die Faust aufs Auge und machte die Runde als neues Mitglied komplett. Einmal im Jahr wird angepackt. Denn selbstredend gibt es keinen gekauften Apfelwein beim ÄSK. Nixda, hier wird alles selbst gesammelt, sortiert, gehäckselt, gepresst und abgefüllt! Da ist richtig Handarbeit gefragt und alle (auch die Mädels!) packen mit an. Um ein paar Tage später höchst andächtig im Keller zu stehen und dem Most beim Gären zuzuhören … Aber halt, ich greife vor … Continue reading „Operation „Nachhaus‘ ins Fass““

Drums’n’Pipes in der Schweiz

Letztes Weihnachten gab es Tickets für die Basel Tattoo 2016.
Basel was? TATTOO. Nein nein, das ist keine Tattoo-Messe, was viele Freunde glaubten, denen wir davon erzählten. Eine Tattoo ist laut Beschreibung: englisch: Zapfenstreich, von niederländisch tap toe (= „Zapfen zu!“). Also hat was mit Musik zu tun!
Und da stehen wir voll drauf. Nein, wir lieben es. Kriegen beide beim nem Dudelsack feuchte Augen und Gänsepelle vom Feinsten. Bisher haben wir das immer nur als Aufzeichnung im TV gesehen und jetzt ENDLICH werden wir es live erleben.

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twentyseven seconds left …

Was für ein Nervenkitzel. Und wie sehr das nach Wiederholung schreit!

Das Phinekind hat vor langer Zeit erzählt, dass sie etwas total Verrücktes gemacht haben. Einen Room-Escape! Sofort waren wir Feuer & Flamme. DAS wollen wir auch. Room-Escape ist per Definition ein Spiel, in welchem du zusammen mit deinen Mitstreitern in einen Raum „eingesperrt“ wirst und dir jetzt in einem bestimmten Zeitrahmen den Schlüssel für die Tür errätseln musst. Da haben wir voll Bock drauf. Ein klein wenig hatten wir auch die Hoffnung, dass uns unsere Geo-Cacher-Kenntnisse etwas nutzen könnten. Naja …

Ich habe uns also für heute in einem dieser Räume eingebucht – zu fünft werden wir das Rätsel angehen. An der Location angekommen, entpuppt sich das Ganze als altes Bürogebäude, Eingang „dreimal um die Ecke links“. Der Weg dahin war schon die erste Quest. Aber hey, das passt perfekt. Ein glattgelecktes modernes Gebäude hätte uns überrascht.

Hier wurden wir von einem freundlichen Typ, Marke extrem netter Studi-Nerd, im Empfang genommen: „Kommt ihr zum Spielen?“. Süß! 🙂 „Ja, genau deswegen sind wir da.“ Von ihm bekamen wir eine kleine Einweisung, denn zu jedem Raum (es gibt dort 3 verschiedene) gehört eine kleine Geschichte. Unserer heißt: „MysticRoom“. Ich war extrem aufgeregt, deshalb bring ich die Story nicht mehr ganz zusammen. Aber es ging darin irgendwie um Mathematik-Studenten und einen strengen Professor. Auf unsere Frage, wie hoch denn die Escape-Quote wäre, antwortete er grinsend: „25 Prozent schaffen es raus“. Wir hatten prompt den schwersten Raum erwischt. Ach herrjee … Aber das motiviert doch nun nochmehr.

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Fuuuuuuull Pull!

Wenn du glaubst, du hast schon alles gesehen … pah. Von wegen!

Anfang des Jahres wurden wir von Freunden gefragt, ob wir Lust hätten, mit aufs Traktorpulling zu fahren? TRAKTORPULLING? Ja, was ist denn das? Neugierig haben wir zugesagt, in der Annahme, dass es  vielleicht ein nettes Wochenende mit einer landwirtschaftlichen Ausstellung oder ähnlichem wird. Denn – egal wie – Freizeit draußen ist genau unser Ding. Die Tage vergingen, das ganze Unternehmen nahm Form an. Unterkunft gebucht, denn der Veranstaltungsort liegt oben im Nordischen, in Füchtorf in der Nähe von Osnabrück.

In der Zeit dahin war ich dann doch ein wenig neugierig und habe ein wenig gegoogelt. Ja, das ist ja gar keine langweile Traktorschau. Hey, das ist ja fast wie Dragster-Rennen. Verrückt. Tractor-Pulling ist nämlich der schwerste Motorsport der Welt, der wie alle PS-Superlative aus den USA kommt. Vielleicht standen sich irgendwann mal zwei Farmer gegenüber und stritten, wer den stärkeren Traktor hat. Mittlerweile ist das ganze im professionellen Motorsport angekommen und es werden richtige Meisterschaften ausgetragen, auch hier in Europa. Die deutsche Meisterschaft 2016 startet hier in Füchtorf.

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